Resonanzen

Kölner Philharmonie,  03. Mai 2009

QUATTRO PEZZI SACRI, Giuseppe Verdi und PETITE MESSE SOLENNELLE, Gioachino Rossini

 

Gotteslob aus vollem Herzen

 

 

Oratorienchor Köln mit Werken von

Verdi und Rossini in der Philharmonie

Von MATTHIAS CORVIN

Kölnische Rundschau, 5.Mai 2009

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Das Verhältnis der Italiener zu Gott scheint direkter als hierzulande. Dies beweisen auch die romantischen Sakralwerke von Gioachino Rossini und Giuseppe Verdi. Beide Opern-komponisten hatten eine FülIe melodischer Einfälle und Sinn für dramatische Schlagkraft. Sowohl Rossinis "Petite Messe Solennelle" als auch Verdis „Quattro Pezzi Sacri“ leben von warmherzigen Gefühlsausbrüchen und mediterranem Cantabile. Der Oratorienchor Köln brachte nun beide Werke unter einen Hut. In der leider nur halb gefüllten Philharmonie hoben die Sänger mit reinem A-cappella-Gesang an. In Verdis "Ave Maria“ und dem "Laude alla vergine Maria“ aus den späten „Quattro Pezzi Sacri" muss sich ein Chor vokal ganz entblößen. Der Oratorienchor bestand diese Feuertaufe und formte die ätherischen Sätze mit Umsicht und Feingefühl. Auch die anderen zwei Stücke - nun klangschön begleitet von den Bochumer Symphonikern - gelangen kontrolliert und mit machtvollen Steigerungen. Wenige Stellen litten unter einer gewissen Schärfe im Sopran und den etwas reifen Männerstimmen. In den meisterlichen Schluss-Chorfugen von „Gloria“ und "Credo" aus Rossinis „Petite Messe Solennelle'“ fiel das freilich kaum ins Gewicht. Da wurde prächtig und lustvoll gesungen. Dies riss einige Zuhörer fast zu spontanem Zwischenapplaus mit - in Italien durchaus erlaubt, doch hier von Chorleiter Andreas Meisner sofort gestoppt. Von den allesamt gut gewählten Solisten gefiel besonders die Sopranistin Simone Kermes. Sie gestaltete ihre Soloauftritte mit ausdrucksvoller Stimme und ganzem Körpereinsatz.

Von der großen Orgel aus stimmte Meisner das "Preludio religioso" an, streng und klar strukturiert. Rossinis aparte Klangkombination von Harmonium und Klavier ging dabei zwar verloren. Doch auch wenn der Charme dieser pfiffigen Messe etwas abhanden kam, wurde doch die Nähe zur barocken Kontrapunktik offen gelegt.

RKK01V/

 

03.05.2009

....wir gratulieren allen Sängern und Musikern des heutigen Konzertes zu dieser gelungenen Aufführung! Es war wirklich toll. U.H.

04.05.2009

.....das gestrige Konzert in der Philharmonie hat uns sehr gut gefallen. Herzliche Grüße R. W.

 04.05.2009

.......was war das für ein wunderbarer Vormittag! Meine Gäste und ich waren restlos begeistert. Wie schade, dass so viele Plätze frei blieben. Der Oratorienchor war - wie immer - hervorragend! Ein guter Ausgleich zwischen Frauen- und Herrenstimmen! Sehr gut die gemischten Chöre mit und ohne Orchester, ganz toll aber auch das "Laudi" der Frauen ohne Begleitung. Am besten hat mir natürlich das Te Deum gefallen, es war grandios! - Und doch war der Höhepunkt des Morgens die Rossini-Messe.....das LIVE-Erlebnis war doch überwältigend. Was der Chor da geleistet hat war wirklich ganz wunderbar; dieses Werk hat man ja nicht unbedingt in der Kehle und viele werden das erstmalig gehört und gesungen haben. Großes Lob also, auch von meinen Gästen!

Das Solistenquartett: Die Krone gebührt natürlich Simone Kermes, die ja inzwischen ein Weltstar ist. Sie gab sich eher wie eine Opernsängerin, was mir gut gefallen hat und außerdem ist Rossini ja ein Opernkomponist, was man sehr gut beim "Qui tollis ...." - Duett merkte. Wunderbar auch ihr Solo "O Salutaris"; ich war schon froh über den kleingedruckten Hinweis im Programm auf die Liturgie der Fronleichnams-Prozession, denn aus dem Messetext kannte ich das natürlich auch nicht. Bei den anderen Soli ragte Herr Nolte heraus! Besonders schön auch die Orgel von Herrn Meisner beim "Preludio religioso", eine ganz eigenartige Idee Rossinis. - Es gab anhaltenden Beifall und Blumen - es war wunderbar!   W.M.

14.05.2009

.....vielen Dank - es war ein sehr schönes Konzert, vor allen Dingen das Rossini-Konzert Petite Messe Solennelle nach der Pause..... G.S.

 

 

L'Enfance du Christ, Hector Berlioz, 1. Advent 2008

........das war ja eine tolle Inszenierung und eine wunderbare Aufführung, sehr beeindruckend sowohl der Chor als auch die Solisten...... K., Mönchengladbach

... wir stehen noch ganz unter dem Eindruck des herrlichen Konzertes,danke!..... O./Sch. , Köln

....meine Schwester und ich sind noch ganz berührt von dem schönen Werk und den Stimmen. Die Idee mit der Drehung der Damen im ersten Teil und der dadurch entstandene Fernklang, war sehr wirkungsvoll ! - der Schlussgesang, einmalig schön mit dem langsamen Verhallen am Ende. - Für mich war es das schönste Konzert, das ich in einer Reihe von Konzerten vom Oratorienchor Köln gehört habe..... B.Gü., BGL

....Ich hatte von diesem Konzert - eine ausgesprochene Rarität - den allerbesten Eindruck. Herr Meisner hat das Oratorium regelrecht inszeniert - es hatte etwas opernhaftes ! Eine große Rolle spielte die unterschiedliche Aufstellung des Chores, der uns einmal sogar den Rücken zukehrte (die Damen-Aufstellung praktisch hinter dem Altar); - im 1. Teil - nur die Herren vorn, was allerdings auch mit dem Inhalt zu tun hatte, dann die Aufstellung der Damen (mit Beleuchtung) im Obergaden - ganz wirkungsvoll. Aber auch die musikalische Einstudierung (hervorragend, die Bochumer) war sehr interessant. Ich erinnere nur an den bösen Herodes zu Beginn oder an die "Lautmalerei", wenn es um das "Waschen der Wunden" usw. im Hause des guten Samariters geht, das wunderbare Flöten/Harfe-Solo! Es war grandios! Dann spielte die Beleuchtung eine wichtige Rolle - kurz es war Oper! Ganz hervorragend auch die Solisten! Frau Prof. Mechthild Georg ist immer gut; aber vor allen Dingen hat mir ihr Schüler gefallen, Herr Se-Jong Chang!, der Tenor und Herr Haab waren sehr gut ! - Jetzt habe ich gar nicht vom Oratorienchor gesprochen: er war wie immer - ganz wunderbar. Als ich meine Gäste fragte, wie es gefallen hat, bekam ich anhaltenden Beifall .......... W.M., Duisburg

...und Ihrem Chor ein erfolgreiches schönes Jahr 2009. Gleichzeitig möchte ich mein großes Lob für das Konzert in der Apostelkirche ausdrücken: Bravo, es war mal wieder ein großes Klang- und Erkenntnisereignis. Wenn ich als Theologe immer wieder versuche, Gott und den Glauben in Worten zu erklären, so weiß ich doch, dass auch die Musik eine ganz wichtige Form der Verkündigung ist, auf die niemals verzichtet werden kann. Nochmals danke. K.W.H., Düsseldorf

 

 WAR  Requiem, Benjamin Britten,  Juni 2008, Altenberger Dom

.....Es war ein beeindruckender, aber auch etwas bedrückender Abend. Ich bin froh, dass Sie mich auf das Werk aufmerksam gemacht haben. Zum nochmaligen Anhören bevorzuge ich aber doch lieber Verdi, Mozart oder Berlioz.....A.Sch.

Danke für die o.g. Kritiken. Die Ausführung vom Stadtanzeiger hatte ich bereits und mir auch Gedanken zu der "Applaus-Kritik" gemacht. - Wie war das bei den anderen Aufführungen? In Köln? In Liverpool?
Meiner Meinung nach war es für uns als Zuhörer unmöglich, mit dieser durch das Zuhören aufgebauten inneren Spannung nach Hause zu gehen, ohne den gespendeten Applaus. Wie anders kann man denn den Ausführenden danken???? - R.R.
.....auf diesem Weg möchte ich Ihnen noch einmal danken. Es war ein tolles Erlebnis gestern Abend im Altenberger Dom!  Ich war so erfüllt von der herrlichen Aufführung, ich werde noch eine Weile brauchen, um diesen Musikgenuss zu verarbeiten. Tolle Leistung von allen Beteiligten!  Danke dafür! .....

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