Resonanzen

 

Mit dem Oratorium "Paulus" von Felix Mendelssohn Bartholdy wußten der Oratorienchor Köln und sein Leiter Andreas Meisner einen erfreulich glänzenden und somit gewichtigen Schlusspunkt unter seine 50 Jahr-Jubiläumsfeiern zu setzen. Seine großen Stärken verstand er in dem Oratorium excellent einzubringen, ist es doch reich an Chören unterschiedlichen Inhalts und Gestalt, die oft an barocke Formen erinnerten. In den andächtigen Chorälen wie dem leitmotivischen "Wachet auf, ruft uns die Stimme"-Choral, der sich schon rein orchestral in der Ouvertüre entwickelte, und den Gotteslob-Hymnen wie "Mache dich auf, werde Licht!"-Chor gemäß der Devise "Von der Dunkelheit ins Licht" als eigentlichen Handlungsausgangspunkt der Wandlung des Saulus zum Paulus demonstrierten die Domstädter ihr breites Ausdrucksvermögen. Durch das homogene Zusammenwirken mit den Bochumer Symphonikern und sehr guten Gesangssolisten Nathalie Montmollin, Uta Grunewald, Berthold Schmid und Thomas Laske konnte eine nahezu mustergültige Umsetzung des Oratoriums erzielt werden, das bekanntlich persönliche Züge des Komponisten trägt. Zu ihrem erfreulich gelungenen Debut auf dem Podium der Philharmonie konnte man der jungen Schweizer Sopranistin Nathalie Montmollin nur gratulieren. rl
 
Köln-Bonner-Musikkalender     Januar 2008 (224)
Musikchronik

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