Resonanzen

Der Oratorienchor brillierte in der Trinitatiskirche    

Aufführung des Requiem von Gabriel Fauré und des davon inspirierten Requiem von Maurice Duruflé
30.11.2012

Bevor in der Adventszeit das Kirchenjahr neu beginnt - mit der Freude auf die Geburt Jesu - gibt es noch den eher traurigen Monat November, mit melancholischen Gedenkterminen welt-licher und kirchlicher Prägung: mit dem Gedenktag zur Reichspogromnacht, dem Buß- und Bettag und dem Ewigkeitssonntag.

Bis auf den letzten Platz besetzt: die Kölner Trinitatiskirche am Filzengraben                                                                                             

  

Leuchtkraft ins evangelische Deutschland
im Programm der Kirche widerspiegeln, die volkstümlich mitunter der „protestantische Dom“ genannt wird: die Kölner Trinitatiskirche, welche Präses Nikolaus Schneider unlängst als einen Leuchtturm bezeichnete, der „nicht nur in der Landschaft der Rheinischen Kirche sondern in der gesamten EKD – nur noch vergleichbar mit der Dresdener Frauenkirche oder dem Berliner Dom“ ins evangelische Deutschland strahle.                                 

Thematisch stimmiges Konzert
Der Vielzahl unterschiedlicher Gottesdienste in den zahlreichen Gemeinden des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region setzte die Trinitatiskirche am Volkstrauertag ein thematisch passendes Konzert entgegen: der Oratorienchor Köln und das Neues Rheinische Kammerorchester Köln führten unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner, Domorganist am Altenberger Dom, und mit hochkarätigen Solisten das Requiem von Gabriel Fauré und das hiervon offenkundig inspirierte Requiem von Maurice Duruflé auf.

Siebenstimmiger Schlussakkord
Die Werke wurden unter der Leitung von Andreas Meisner sehr facettenreich herausgearbeitet, vom raumfüllenden Fortissimo bis zum kaum mehr hörbaren Pianissimo. So endet auch Duruflés Requiem mit einem siebenstimmigen Schlussakkord, der sekundenlang stehen bleibt, bis er langsam verhallt. Hier wird hörbar, dass die Bitte nach ewiger Ruhe, mit dem das traurige Requiem ausklingt, nicht weit entfernt ist von der hoffnungsvollen Stillen Nacht. Das Publikum applaudierte lang und angetan.
    

Übergang in die Zeit des Advents
Eine gute Wahl – nicht nur, weil diese Stücke verhältnismäßig seltener aufgeführt werden als etwa die Requien von Wolfgang Amadeus Mozart und Guiseppe Verdi. Vor allem sind die Werke versöhnlicher – beide enden etwa mit dem Hymnus In Paradisum und der Bitte: „Chorus angelorum te suscipiat,/ et cum Lazaro, quondam paupere,/ æternam habeas requiem“ („Der Chor der Engel möge dich empfangen,/ und mit Lazarus, dem einst armen,/ mögest du ewige Ruhe haben.“) So eignet sich das Werk hervorragend für einen harmonischen Übergang in die hoffnungsfrohe Zeit des Advents.

Kirche bis auf die Emporen gefüllt
Der Oratorienchor ist hierbei für dieses Trauerkonzert an dieser exponierten Stelle der verbandlichen Trinitatiskirche ein würdiger Vertreter des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region. Seit 1957 immerhin gibt es dieses Gesangsensemble, das zu den größeren Kölns zählt, – und immer war der Chor eng mit der Evangelischen Kirche verbunden. Gegründet wurde er noch als „Chorgemeinschaft im evangelischen Stadtkirchenverband“, mittlerweile ist er ein eingetragener Verein.
Der Zuspruch war hoch, so dass die Kirche bis auf die Emporen gefüllt war. Chor und Orchester hatten sich hierbei nicht, wie üblich, im Altarbereich aufgestellt, sondern im Eingangsbereich. Das führte zum etwas befremdlichen Anblick von Kirchenbesuchern, die mit dem Rücken zum Altar saßen, teilweise in der Apsis selbst, sowie einem Altar, der als Mantelablage einen unüblichen Nutzwert hatte. 

Glanz dreier Solisten
Der Begeisterung für die musikalische Darbietung tat dies jedoch keinen Abbruch. Die Nähe von Chor und Orchester zum Organisten Richard Brasier an der Klais-Orgel der Trinitatiskirche optimierte vielmehr das Zusammenspiel. Glänzen durften auf einem hervorragenden Klangfundament die Solisten Friederike Britsche (Sopran), die sich insbesondere im Pie Jesus bei Fauré hervortat, Charlotte Quadt (Mezzosopran), die ihr ganzes Können im Gegenstück bei Duruflé zeigen durfte, und Vinzenz Haab (Bariton) mit dem Libera Me von Fauré als Prunkstück. 

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Fauré-Duruflé-Requien-Konzert 18. Nov. 2012

19.11.2012.......es war wieder einmal ein Genuss, den Musizierenden zuzuhören! Sehr einfühlsam wurden uns die Werke dargeboten, ohne falschen Pathos, einfach wunderschön! - Meine Begleiterin,die selbst in einem Chor mitsingt, empfand -genau wie ich- das Konzert als sehr passend zum Totensonntag.... Ihnen ein "Danke schön" für den Abendgenuss. R.R. Berg. Gladbach 

.....Das gestrige Konzert in der Trinitatiskirche war wunderschön, Ihnen herzlichen Dank ....und "Ihrem" Chor für ein exzellentes Konzert. - Also: Es war ein Ohren- und Augenschmaus - ein Erlebnis, das bei mir und meiner Frau, die anhand des Programms die Texte sehr gut nachver-folgen konnte, noch lange nachwirken wird. Ich denke, das musste gesagt werden...., und ich hoffe/wir hoffen, noch das ein oder andere von Ihnen und Ihrem Chor zu hören. Doch erste einmal wünsche ich Ihnen noch einen besinnlichen November und eine leuchtende Vorweihnachtszeit..... D.O. Köln 

.....Auch wir waren von der Aufführung sehr angetan. Ich selbst freue mich schon auf Carmina-Burana-Aufführung. Diese werde ich ganz sicher im Rahmen meines Chor-Abos besuchen...... D.K. Köln

9.12.2012 ..... das Konzert hat mir sehr gut gefallen und die neue Sitz-ordnung war wegen dem verstärkten Einsatz der Orgel sicher ganz sinnvoll. Allerdings bin ich nicht sicher, ob mir das für alle Konzerte so gefallen würde. Aber das muss man dann sehen...... Mit der Auslastung waren Sie sicher auch sehr zufrieden, denn soweit ich sehen konnte, war das Konzert total ausverkauft. Es hat mich auch sehr gefreut, beide Werke in einem Konzert zu hören und dabei hat mir besonders die Solistin im Duruflé gefallen, die sehr schön gesungen hat. Ich habe das schon von Sopranen gehört, aber eine tiefere Stimme passt für meinen Geschmack irgendwie doch besser. Und mit der Leistung des Chores waren Sie sicher auch sehr zufrieden. Ich jedenfalls fand den Chor sehr gut vorbereitet und klang schön.....  U.F. Berg.Gladbach  

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