Vita aus unserer Jubiläumsschrift

50 Jahre Oratorienchor Köln - eine erzählte Vita 

Als wir unsere Festschrift  "50 Jahre Oratorienchor Köln" erstellten, kam uns die Idee, nicht etwa eine trockene Chorvita abzudrucken, sondern ein nacherzähltes halbes Jahrhundert Chorgeschichte aus Sicht einzelner Sänger und Sängerinnen.

Jeder Chor hat eine Vita. Sie ist lang oder kurz, sachlich und informativ, oder eben auch nicht. Eines ist jedoch allen Vitae gemein: sie sind meist unpersönlich.
Aber ein Chor besteht nun einmal aus den Menschen, die nicht nur miteinander singen, sondern, wie bei unserem Chor, auch schon manche Höhen und Tiefen miteinander gemeistert haben. Ich behaupte mit Stolz, dass dabei die menschliche Wärme und ein fürsorgliches Miteinander immer eine der tragenden Säulen waren und sein werden. Daher fanden wir es an dieser Stelle auch authentischer, unsere Vita in die Hände unserer Sänger und Sängerinnen zu legen und jedes Jahrzehnt durch ein anderes Augenpaar zu betrachten


1957-1967

Die Anfänge der “Chorgemeinschaft” und damit des “Oratorienchores” liegen in der Zeit der Reformationsfeiern des damals noch ungeteilten Kirchenkreises Köln in der Messehalle VIII in  Deutz in den 50er und 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Für die musikalische Ausgestaltung dieser Großveranstaltungen genügte  die Mitwirkung  nur eines einzelnen Gemeindechores nicht, sondern es war ein Chor erforderlich, der den Raum der Halle ausfüllen konnte und auch in der Lage war, größere musikalische Werke zur Aufführung zu bringen.
Dr. Gerhard Bork, der Gründer des Chores, 1917 geboren und seit seiner Kindheit in Krefeld ansässig, der in Köln studiert und über das Bonner Gesangbuch von 1550-1630 promoviert hatte, war damals als A-Kirchenmusiker Organist und Chorleiter in der Gemeinde Köln-Nippes tätig und hatte seit 1955 auch das Amt als Kreiskirchenmusikwart im Kirchenkreis Köln bzw. später im Stadtkirchenverband Köln inne. 1958 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt.

Als er 1957 den Auftrag zur Mitwirkung bei der Reformationsfeier erhielt, stellte er mit Hilfe seiner damaligen Kollegen sowie mit der Kantorei seiner eigenen Kirchengemeinde Köln-Nippes als Kern und weiteren Mitgliedern aus anderen Gemeindechören – insbesondere aus den Gemeinden Köln, Deutz, Bergisch Gladbach, Wesseling, Ehrenfeld/Bickendorf, Braunsfeld und Weiden – zur Reformationsfeier eine “Chorgemeinschaft evangelischer Kirchenchöre im Kirchenkreis Köln” zusammen, die mit einer achtstimmigen Motette von Schütz und dem zehnstimmigen 127. Psalm von Monteverdi für eine würdige Ausgestaltung der Feier sorgte.

In den Folgejahren wirkte der aus verschiedenen Gemeinden zusammengestellte Chor regelmäßig an den Reformationskundgebungen mit, wobei die Namen häufig wechselten. So trat er u.a. unter den Bezeichnungen Vereinigte Kirchenchöre im Kirchenkreis Köln (1959 und 1960) Chorgemeinschaft Köln (1962), Chorgemeinschaft im Kirchenkreis Köln (1963), auf und nach der Teilung des Kirchenkreises Köln im Jahre 1964 als Vereinigte Kirchenchöre aus den vier Kölner Kirchenkreisen (1965), Chorgemeinschaft Kölner Kirchenkreise (1967), bis schließlich 1973 bei der Aufführung von Mozarts Requiem in der Trinitatiskirche erstmals der Name Chorgemeinschaft im Evangelischen Stadtkirchenverband Köln erschien. Diesen Namen sollte der Chor auch unter den Nachfolgern von Dr. Bork noch lange Jahre bis 1989 beibehalten.  Die Proben fanden in der Regel zunächst in den Gemeinderäumen an der Antoniterkirche statt, später mussten sie in das Thomashaus an der Lentstraße/Neußer Wall verlegt werden.


Mit der Chorgemeinschaft konnte Dr. Bork auch sein Anliegen eines Klangkörpers für die Aufführung größerer musikalischer Werke und Oratorien verwirklichen. So wurden in der Folgezeit zusammen mit der Kantorei der Lutherkirche Köln-Nippes die Johannespassion von Bach (1958) und das Dettinger Te Deum von Händel (1959) in der Christuskirche sowie weitere Werke von Schütz, Buxtehude und Günter Raphael aufgeführt.
Dass manche Chorsänger mit der Doppelbelastung in Gemeindechor und Chorgemeinschaft überfordert waren und schließlich die Mitwirkung bei den großen Aufführungen der Chorgemeinschaft vorzogen, zeigt u.a. der Wunsch der Gemeinde Nippes vom Juni 1957 nach mehr Präsentation ihrer Kantorei im Gottesdienst und die Feststellung Dr. Borks im Jahre 1958, dass der Gemeindechor nicht mehr in der Lage war, “auf gleichem musikalischen Niveau wie früher weiterzuarbeiten”. Dies führte letztlich zu einer immer weiteren Verselbständigung der Chorgemeinschaft als übergemeindlicher evangelischer Chor für die Aufführung repräsentativer Werke und Oratorien.


Außer den bereits erwähnten Werken kamen 1962 die D-Dur-Messe von Dvorák (Christuskirche), 1963 und 1966 das Oratorium Paulus von Mendelssohn-Bartholdy (Opernhaus und katholische Kirche St. Paul), 1968 das Weihnachtsoratorium von Bach (Trinitatiskirche) und 1969 das Oratorium Elias von Mendelssohn Bartholdy (Gürzenich) zur Aufführung und wurden, wie viele Werke, später öfters wiederholt. Damit hatte der Chor unter Dr. Bork und seinen Nachfolgern einen Stand erreicht, der ihn zum führenden Chor des evangelischen Köln machte.
Dr. Herbert Teutsch
 

1967 - 1976
Da die Geschichte dieser Jahre bereits früher mehrfache Darstellung und  Würdigung erfahren hat, sei es gestattet, diesen Zeitraum nicht nur in der gebotenen Kürze, sondern auch in einer zugegebenermaßen subjektiven Perspektive zusammenzufassen.


Nach meinem Umzug von  Bonn nach Köln wollte ich den Chorgesang, den ich viele Jahre in einer großen Bonner Kantorei gepflegt hatte, nicht aufgeben und suchte deshalb nach einer neuen musikalischen Heimstatt auf einem entsprechenden Niveau. Mein Bonner Chorleiter verwies mich an den damals noch als “Chorgemeinschaft Kölner Kirchenkreise” bekannten Klangkörper. Nach Anruf bei dem Leiter KMD Dr. Bork, der mich einlud, an den Proben für Mendelssohns Elias  teilzunehmen, hatte ich meinen neuen Chor gefunden.
Die Aufführung des Elias fand am 17.9.1969 statt – die erste Aufführung in Köln nach jahrzehntelangem Verschwinden der Werke Mendelssohns aus dem Konzertleben aufgrund seiner Verfemung in der Nazizeit. Die Presse sprach von einem “Triumph für die Chorstadt Köln”, durch den sich die Chorgemeinschaft neben dem Philharmonischen und dem Gürzenich-Chor “als die dritte Säule in der Pflege des oratorischen Chorsingens” erweise, und von einem “farbigen Akzent in der Monotonie des heutigen Konzertlebens” ebenso wie von “großen Augenblicken einer Oratorienkunst, die als flaches Nazarenertum der Musik abzutun … Ignoranten vorbehalten bleibt”.
In den nächsten Jahren folgten weitere Wiederholungen des Werks.  
Dr. Bork hat sich nicht nur um die Wiederbelebung der beiden großen Mendelssohn’schen Oratorien Paulus und Elias verdient gemacht, auch die erstmalige Vorstellung des Requiems von Camille Saint-Saëns in Köln am 9. Nov. 1975 in
St. Peter verdient festgehalten zu werden. Diese hochromantische französische Sakralmusik des 19. Jahrhunderts war die damalige Kritik offenbar noch nicht bereit in ihrem Wert zu würdigen (Stichworte: “Bombast-Dramatik” oder “Talmi-Lyrik”).


Neben den genannten Neu- oder Wiederentdeckungen stand die Pflege des traditionellen Repertoires großer Sakralmusik. Ich erinnere mich neben der Johannespassion Bachs  vor allem an dessen Weihnachtsoratorium, das  regelmäßig in der Adventszeit gegeben wurde – meistens in der Kurzfassung der Kantaten I - III unter Verwendung des Eingangschores der Kantate V. Dazu trat das Mozart’sche Requiem oder die D-Dur-Messe von A. Dvorák, und zwar in beiden Fassungen: für Orgel und Orchester.
Die Kritiken bescheinigten durchweg dem Chor großes Können. Ich erinnere mich an eine Rezension einer vollständigen Aufführung des Bachschen Weihnachtsoratoriums (Kantaten I - VI) im Dezember '73, in der der Kritiker des Kölner Stadt Anzeigers die “sauber intonierenden Sänger” erwähnt und besonders den Tenören ein großes Lob spendet: “Auf seine Tenöre darf er (Dr. Bork, C.S.) schon sehr stolz sein. So kraftvoll und richtig singende hohe Männerstimmen hört man nicht alle Tage”. An dieser Stelle bleibe nicht unerwähnt, dass die Qualität dieser Aufführungen garantiert wurde durch die Mitarbeit bewährter und engagierter Mitglieder des WDR Rundfunksinfonieorchesters.
Der Chor war übrigens mit seinen Konzerten in verschiedenen Kirchen der Innenstadt zu Gast. Neben dem evangelischen Dom (Trinitatiskirche) gaben St. Peter, St. Aposteln, St. Kunibert und St. Mariä Himmelfahrt den passenden Rahmen.
Die Chorgemeinschaft hat sich außer den großen Formen der Kirchenmusik in der zentral gelegenen Antoniterkirche die Pflege auch kleinerer, aber bedeutender Werke angelegen sein lassen. Als Beispiel sei genannt: die Missa Choralis von Franz Liszt.


Getreu seiner Verwurzelung im evangelischen Raum hat sich der Chor in die Öffentlichkeitsarbeit der Kirche eingebracht durch musikalische Gestaltung von Reformationsfeiern, durch wiederholte Mitwirkung bei der “Evangelischen Woche”  in Köln und durch Rundfunkgottesdienste. Die kirchliche Anbindung kam auch darin zum Ausdruck, dass ein nicht geringer Teil der Chormitglieder in den Kirchenchören ihrer Gemeinden engagiert war, sei es als Choristen oder mehrfach auch als deren Leiter und Organisten. Die damalige Bezeichnung “Chorgemeinschaft im Evgl. Stadtkirchenverband”, neuerdings “… Kirchenverband Köln und Region”, nimmt auf diesen Sachverhalt Bezug.  Bis heute hat jedenfalls dieser kirchliche Dachverband die Arbeit des Chores dankenswerterweise unterstützt. – Es verdient festgehalten zu werden, dass der Chor in dem hier angeführten Zeitraum immerhin eine Größe von 80 - 100 Mitgliedern hatte.
Den Abschluss des hier vorgestellten Zeitraums bildete die Wiederaufnahme des eingangs erwähnten Elias von Mendelssohn zum 20-jährigen Bestehen des Chores im Jahre 1977.
Carola Schopp

1977 - 1986
1977 war der Start in eine turbulente Dekade des Chorlebens. Zehn ereignisreiche Jahre standen der “Chorgemeinschaft im evangelischen Stadtkirchenverband Köln”  bevor, die Zeit der Suche und des großen Umbruchs. Der Chor, vor 20 Jahren von Dr. Bork ins Leben gerufen, wird Ende 1986 in vieler Hinsicht völlig umgekrempelt sein, er wurde sozusagen “erwachsen”, um selbstbestimmend am kulturellen Leben in Köln teilzunehmen. Aber der Reihe nach:
1977 feierte der Chor sein 20-jähriges Bestehen mit der Wiederaufführung des Elias von Mendelssohn in der überfüllten Kirche St. Aposteln, in bewährter Zusammenarbeit mit Mitgliedern des WDR Sinfonieorchesters, dem Kölner Kinderchor unter Leitung von Hans Günter Lenders und Philipp Langshaw als Elias. Auch das Weihnachtsoratorium erfreute sich wieder großer Beliebtheit, so dass Dr. Bork zwei Aufführungen ansetzte, und dennoch: die Kirche St. Peter war dermaßen überfüllt, dass selbst  Zuhörern mit Eintrittskarten der Zutritt verweigert werden musste. “Jauchzet über einen Sitzplatz!” war die kritische Anmerkung der Presse über offensichtliche Organisationsmängel.


1978 - 1979 - 1980 neigte sich die 23 Jahre währende Ära mit Dr. Bork langsam dem Ende zu. Ein Glanzpunkt war nochmals die c-Moll Messe von Mozart (1978). Bei den Aufführungen von Mozarts Requiem und dem jährlichen Weihnachtsoratorium musste er sich wegen Krankheit vertreten lassen (von G. Hempel bzw. K. Achilles). Nach 20 Jahren unter einer Leitung war das eine seltsame Situation für uns und eine kleine “Vorübung” für die kommenden Jahre. Doch der Chor und die “Ersatzdirigenten” bewältigten diese Herausforderung mit Bravour.
Mit der Johannespassion (1979), der vorläufig letzten Aufführung des Elias (1980) in Mariä Himmelfahrt und dem Dettinger Te Deum in der Trinitatiskirche ging die gemeinsame Zeit mit Dr. Bork zu Ende.
Mit dem Ruhestand von Dr. Bork und dem gleichzeitigen Wegfall der Stelle eines Kirchenmusikdirektors schien auch die Ära der Chorgemeinschaft zu Ende zu gehen. Immer mehr Gemeindechöre beteiligten sich inzwischen an der aufblühenden Kölner Konzert-Landschaft, so dass ein übergeordneter Chor eigens für Konzerte nicht mehr notwendig erschien.


Obwohl von offizieller Seite das Ende des Chores beschlossen schien, wurden die letzten Wochen mit der Einstudierung des Messias von Händel in deutscher Sprache überbrückt, denn wir Chorsänger waren durchaus an einer Fortführung der Chorarbeit in der bestehenden Gruppe interessiert. Trotz Widerstand bildete sich erstmals ein “Chorrat”, der als Sprachrohr fungierte. Bisher hatte Dr. Bork auch die organisatorischen Aufgaben mehr oder weniger selbst wahrgenommen (z.B. begann jede Probe mit der Anwesenheitsliste, d.h. mit dem Vorlesen und Abhaken der Namen jedes einzelnen Sängers). Nur das Verteilen der Plakate und Handzettel an ausgewählten Plätzen, wie Musikhochschule und Kirchen, war Aufgabe des Chores (Zitat Dr. Bork: “Ich möchte die Plakate nicht beim Bäcker oder Metzger hängen sehen, wir sind schließlich kein Gesangsverein!”) und natürlich wurde erwartet, dass jedes Chormitglied eine festgesetzte Mindestzahl an Karten verkaufte.
Der Hartnäckigkeit von Frau Dr. Houben, der damaligen Chorsprecherin, und ihrer Mitstreiter ist es zu verdanken, dass die Chorgemeinschaft nicht auch in den Ruhestand geschickt wurde, sondern weiter singen durfte unter der Schirmherrschaft und mit Unterstützung des evangelischen Stadtkirchenverbandes Köln – aber unter eigener Regie und Verantwortung!

Die erste große Aufgabe: es musste ein kompetenter Nachfolger gefunden werden, um das Niveau des Chores zu halten. Chormitglieder, die auch in der Mülheimer Kantorei unter der Leitung von W. Karius sangen, konnten diesen dazu überreden, die Chorgemeinschaft wenigstens übergangsweise zu übernehmen:
1981: Mit einem Paukenschlag läutete Wolfgang Karius die neue Zeit ein: Der Messias von Händel wurde ab sofort in der Originalfassung einstudiert, d.h. in englischer Sprache und in voller Länge – was damals als sehr ungewöhnlich empfunden wurde – von Sängern, Zuhörern und Kritikern. Viele der älteren Chormitglieder hatten noch nie Englisch gesprochen und fühlten sich überfordert und stiegen aus. Der Messias mußte mit Unterstützung der Mülheimer Kantorei aufgeführt werden und Ende des Jahres – nach einem Konzert  mit Adventskantaten – war der Chor (ehemals ca. 85) auf ein kleines Häuflein von ca. 35 Sängern zusammengeschrumpft.
1982: Da Herr Karius seinen Arbeitsschwerpunkt nach Aachen verlegte und ihm die Leitung des Aachener Bachvereins angetragen wurde, musste für die Chorgemeinschaft wieder ein neuer Chorleiter gefunden werden. Herr Karius verwies uns an Paul Nancekievill, den jungen Kantor der Markuskirche in Porz-Eil. Dieser nahm sich der kleinen Truppe an und erreichte durch seine Musikalität und freundliche Art, dass der Chor im Laufe der nächsten vier Jahre wieder auf knapp 60 Sänger anwuchs. Er verstand es auch, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken – durch gemeinsame Kneipenbesuche nach der Probe, Chorwochenenden in Bierenbachtal und nicht zuletzt durch die musikalische Gestaltung der kleinen aber feinen Konzerte und Gottesdienste. Die rein organisatorischen Aufgaben wurden nun vom Chorrat,  inzwischen mit Vorsitz von Herrn Henke, übernommen: die Organisation der Konzerte, Herstellung und Druck von Plakaten, Handzetteln, Eintrittskarten (den Druck übernahm die Druckerei der Kartäuserkirche, deren Torbogen damals unsere Programmhefte zierte), Führung einer Chorkartei und Öffentlichkeitsarbeit, das hieß Pressemitteilungen, Absprache mit den anderen Kölner Chorleitern und Einladung der Presse zu unseren Konzerten – damals, in den Anfängen des Computerzeitalters noch mit mehrfachen Durchschlägen auf der Schreibmaschine!


Der (Nicht-)Größe des Chores entsprachen Kompositionen von Buxtehude, Gibbons, Gumpelzhaimer, Kodály, Schütz, Stanford, Telemann, Wesley u.a.. Größere Konzerte (Beethovens Messe C-Dur 1982/ Schumanns Messe c-Moll 1983 und 1984) wurden in Zusammenarbeit mit dem Porzer Chor aufgeführt. Auch die Tradition der jährlichen Bach'schen Weihnachtsoratorium-Aufführung hat P. Nancekievill wieder aufgenommen, doch nicht mehr in St. Peter (Pater Schuh, der große Musikliebhaber, verstarb 1983), sondern in der Trinitatiskirche.
Eines unserer ersten Konzerte außerhalb von Köln, 1985 in Euskirchen (Motetten und Kantaten u.a. Ich lieg’ und schlafe von J. Chr. Bach, Magnificat und Hymne von Mendelssohn Bartholdy) brachte uns von einem unserer Zuhörer, Herrn Willmeroth, eine Einladung zu einer Pilger-Konzertreise nach Rom ein. Diese Idee wurde vom Chor begeistert aufgenommen.


1986: Leider war der berufliche Wechsel von P. Nancekievill an den Meldorfer Dom in Schleswig-Holstein schon beschlossene Sache, und wir warteten mal wieder gespannt auf den “Neuen”: Andreas Meisner. In Altenberg war er neben Volker Hempfling schon Dom-Organist und Koordinator der Altenberger Dommusik. Frisch von der Musikhochschule und mitten im Konzertexamen für Orgel, ohne große Chorleitungserfahrung, besaß er trotzdem genug Mut und Ehrgeiz, die große Aufgabe zu übernehmen.
Er hielt sich zunächst an P. Nancekievills Konzept mit den kleinen Konzerten (u.a. Wer nur den lieben Gott lässt walten und Messe in G-Dur von J. S. Bach). Man musste sich erstmal gegenseitig kennenlernen – Meisners Art zu dirigieren und seine Interpretation der Musik unterschied sich doch erheblich vom vorangegangenen Chorleiter. Was wir ihm hoch anrechneten: er ließ sich auch auf die schwierigen Umstände der (Konzert)Reise nach Rom ein (im Herbst 1986). Denn das bedeutete für ihn: die Einstudierung bzw. die Auffrischung alter Notenkenntnisse des Chores, um dann bei den Aufführungen die Leitung wieder an Herrn Nancekievill zurückzu-geben und selber den Orgelpart zu übernehmen.
Heinz Willmeroth aus Euskirchen, ein musikbegeisterter Rektor a. D., hatte sich zur Aufgabe gemacht, interessierten, gläubigen Menschen Rom in Form einer Pilgerreise nahezubringen, mit spartanischer Unterkunft im Kloster in Vicovaro bei Rom, Beteiligung an einer Papstaudienz auf dem Petersplatz und Besichtigung der vielen katholischen Kirchen in Rom und Umgebung. Wir, als evangelischer Chor mit zwei Chorleitern, wollten natürlich musikalisch glänzen, u.a. beim Konzert in Santo Spirito in Sassia in Rom (mit Werken von Bach, Schütz, Buxtehude und Mendelssohn).

Jedoch Herr Willmeroth – unser (3. Chor- und) Reiseleiter – hatte Zeiten und Orte für Chorproben nicht ganz oben auf seiner Prioritätenliste (Zitat: “Was müsst ihr denn proben, ihr könnt doch singen!”). So kam es u.a. dazu, dass wir für unsere Einsing-Probe vor dem Pontifikalamt die Straße zum Probenraum umfunktionieren mussten, weil die dafür vorgesehene Kirche leider geschlossen war – sehr zur Freude von Anwohnern und Passanten. Doch Herr Willmeroth war ein exzellenter Romkenner und überall bekannt und beliebt. Unvergessen bleibt uns die Gastfreundschaft und die Herzlichkeit, mit der wir überall empfangen wurden. Er verteilte als Mitbringsel Kölnisch Wasser und Kölsch Six-Packs, uns ließ er bei Kirchenbesichtigungen Bach-Choräle anstimmen und “Dona nobis pacem” singen – das konnten wir auswendig – für jedes Brautpaar, das uns begegnete.


In Santa Maria Maggiore, einer der fünf Hauptkirchen des katholischen Glaubens und schönsten Kirchen Roms, begrüßte uns Bischof Louis ganz offiziell in italienischer und deutscher Sprache, und wir gestalteten den musikalischen Part des Pontifikalamtes, es erklangen u.a. Bachchoräle – gelebte Ökumene mitten in Rom!
Bei einem gemeinsamen Konzert in Vicovaro mit dem ortsansässigen (katholischen) Chor wurde uns zur Erinnerung eine Plakette überreicht mit der denkwürdigen Aufschrift: Chorgemeinschaft im Evangelisthen Stradtverband. –  “Evangelisch” war im italienisch-katholischen Sprachverständnis wohl unbekannt.
Die vielen eindrucksvollen Erlebnisse dieser ersten großen Reise schweißte die Chorgemeinschaft zusammen, danach konnten wir – ohne ihm noch länger nachzutrauern – Paul Nancekievill wieder nach Meldorf ziehen lassen. Wir hatten jetzt einerseits einen gelungenen Abschluss der Jahre mit Nancekievill und andererseits eine gute Basis für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Andreas Meisner gefunden. In Köln wartete Arbeit: Das traditionelle, jährliche Weihnachtsoratorium von Bach.
Eva Hedemann

1987 - 1996
In diesem Jahrzehnt  gehörte ich diesem Chor an. Ich habe mit Unterbrechungen seit meinem 5. Lebensjahr in Chören gesungen: Kinderchor, Schulchor, Studentenchor, Kirchenchor und nun in einem Konzertchor. Ich bot sofort meine Hilfe für Schreibarbeiten an. Wie mit Krakenarmen wurde ich dankbar ergriffen und machte von da an die Öffentlichkeitsarbeit: Kartenverkauf für Konzerte in den Kirchen, Plakate und Handzettel herstellen und verteilen, Kundenwerbung  und alles, was es so neben dem Singen in einem Chor zu tun gibt. Bis dahin war diese Arbeit von Chormitgliedern geleistet worden. Ich bekam zu Anfang ganz tolle freundschaftliche Hilfe “mit Rat und Tat”.


Der Chor musste vor allen Dingen nach außen bekannt werden. Natürlich in erster Linie durch beste sängerische Leistung, dann durch ein angenehmes äußeres Bild und als nächstes durch gute Werbung. Für das erste war Andreas Meisner zuständig.  Er krabbelte fleißig und stetig nach oben. Und der Chor zog mit.
Mit Hilfe der Pressestelle des Stadtkirchenverbandes erstellten wir ein Logo, das von da an auf allen Plakaten, Handzetteln, Briefköpfen, Eintrittskarten – eben auf allem Schriftlichen –  erschien. Es kam bald dazu, dass man uns am Logo erkannte –  der “Aha-Effekt” stellte sich ein. Ich erstellte eine Kartei von Kunden, die Karten über  Chormitglieder oder mich  gekauft  hatten. Diese wurden dann zu den Konzerten eingeladen. Die Chormitglieder waren unermüdlich im Kartenverkauf. Großeltern, Eltern, Geschwister, Freunde, Nachbarn wurden mitgebracht – manchmal “mit sanfter Gewalt”. So waren unsere Konzerte immer – oder fast immer – ausverkauft. Äußerlich versuchten wir, mit rot eingebundenen Noten und mit roten Schals und Einstecktüchern etwas Farbe in die schwarze Chorkleidung zu bringen.

Zum Ende der 80er Jahre kamen unsere Konzerte verstärkt in die Philharmonie. Da mussten wir noch besser werden, denn die Konkurrenz war groß. In der Öffentlichkeitsarbeit gab es Vor- und Nachteile. Die Handzettel wurden von Chormitgliedern vor  öffentlichen Gebäuden verteilt. Das ist auch heute noch so üblich. Auch ich habe mir so manches Mal im Winter Eisfinger eingehandelt.


Natürlich wurden auch die Konzerte anspruchvoller und arbeitsintensiver, und die Arbeit dadurch für mich ebenfalls. Den Kartenverkauf im Altenberger Dom übernahm ein anderes Chormitglied. Der Dom wurde renoviert, und sein Innenleben änderte sich von Mal zu Mal. Außerdem wurden drei Damen benannt, die jeweils abwechselnd ein Konzert betreuten. Sie kümmerten sich um alles, was neben der Öffentlichkeitsarbeit und dem Kartenverkauf an Arbeit anfiel.
Das erste große Konzert in der Philharmonie war am 17. Mai 1992 die Carmina Burana von Orff. Der Philharmonische Chor Bonn unterstützte uns. Es war toll! Wir waren alle sehr glücklich. Andreas, weil seine künstlerische Arbeit so gut gelungen und anerkannt war, der Chor, weil es gut gelungen war und ich, weil die Philharmonie bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Es hat Spaß gemacht.
Am nächsten Tag gab es jedoch noch einen großen Schrecken für uns: Als ich mich beim Pförtner mit einem Piccolo für seine freundliche Hilfe bedanken wollte, überschüttete er mich mit bösen Worten und der Aussicht, wir bekämen sehr wahrscheinlich Hausverbot vom Vorstand. Ich war entsetzt. Er erzählte, dass er eine aufgeregte Kinderchormutter daran hindern wollte, die Treppe hinunter zu ihrem Kind zu stürmen. Daraufhin schrie sie Zeter und Mordio. Er war noch immer außer sich. Ich bot alle meine Freundlichkeit und Charme auf, um Frieden zu stiften, leider vergeblich.  Aber was geschah danach? Nichts. Wir singen noch heute in der Philharmonie!


Am 9. April 1994 fuhr unser Chor nach Nordhausen. Wir sangen die 2. Sinfonie- Lobgesang von Mendelssohn  und das Te Deum  von Bizet in St. Blasii. Es war ein sehr schönes Unternehmen.
Die meisten Sänger des Oratorienchores waren bei Sängern des Nordhausener Chores untergebracht und wir “Älteren” im Hotel. Natürlich haben wir auch etwas gezeigt bekommen. Am eindruckvollsten waren die Bunker, in denen Hunderte von Zwangsarbeitern beim Bau der V2 zu Tode kamen.   
Noch im selben Monat stattete uns der Nordhausener Chor einen Gegenbesuch ab. Wir sangen gemeinsam das gleiche Programm im Altenberger Dom.
Am 18. Mai 1996 sangen wir in der Chornacht im Rahmen des Rheinischen Musikfestes in der Philharmonie Flor Peeters Missa Festiva (Kyrie und Gloria) und Cäsar Francks 150. Psalm und am 20. Oktober 1996 im Rahmen des Flandernfestivals in der Kathedrale in Mechelen / Belgien die Missa Festiva und Te Deum von Flor Peeters.
Zu Weihnachten stand immer wieder das Weihnachtsoratorium auf dem Programm.
An dieser Stelle möchte ich meinen Bericht mit einem kleinen, großen Missverständnis beenden:
Der Drucker brachte mir eine Druckfahne zum Korrekturlesen. Ich sah alles gründlich durch und schrieb meine Änderungswünsche an den Rand. Mir gefiel der “Bach” nicht, er war zu dünn geschrieben. Ich notierte am Rand:
Dick!!!!!    B a c h
Ich bekam die nächste Fahne mit den Verbesserungen. Was stand bei Bach?
Weihnachtsoratorium von Dickbach
Wir haben lange darüber gelacht - auch der Drucker!
Eva Klose

1997-2007
Als Tochter einer Gesangslehrerin gehörte das Singen schon von Kindheit an quasi wie selbstverständlich zu meinem Leben. Nach Kinderchor, Kirchenchor und Kammerchor zog es mich 1997 zu Größerem und ich stieß auf den Oratorienchor Köln, der im gleichen Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feierte. Die Chorgemeinschaft überzeugte mich direkt durch ein herzliches Willkommen und durch ein von Freundschaft und Fröhlichkeit geprägtes Miteinander, kurz: “a place to be”. Zu meiner Freude probte man die Messa da Requiem von Verdi, eine “Oper im Kirchengewand”, wie die Messe in einer Konzertkritik sehr passend bezeichnet wurde. Zur Feier des Jubiläums wurde die Messe in der Kölner Philharmonie und im Altenberger Dom aufgeführt und begeisterte die Zeitungskritiker. Da die Aufführung eine vergleichsweise große Zahl der Aktivisten in Chor und Orchester erforderte, wurde erstmals der Kontakt zur Staatlichen Philharmonie “Transilvania” aus Klausenburg, Rumänien, geknüpft, der bei späteren Konzertprojekten noch intensiviert wurde.


Im gleichen Jahr eröffnete der Chor das Kölner Kirchenmusikfestival in St. Aposteln mit dem Konzert “Psalmtöne”, in dem fünf große oratorische Psalmenvertonungen gesungen wurden, die nur selten zur Aufführung kommen.
1998 sangen wir in der üppig gefüllten Kölner Philharmonie Händels Oratorium Israel in Egypt, eine für einen Laienchor bemerkenswerte Leistung, welche in den Kritiken entsprechend gut honoriert wurde und uns, in Anlehnung an den Werktext, eine ebenso außergewöhnliche wie kuriose Überschrift bescherte:  
Ein weiteres Werk in diesem Jahr, das mich sehr bewegte, war Marcel Duprés De Profundis, entstanden unter dem Eindruck der schrecklichen Ereignisse des ersten Weltkriegs als Ehrung der Gefallenen. Keine leichte Kost, aber dank der behutsamen Heranführung seitens Andreas Meisners gelangen uns eindrucksvolle Aufführungen im Aachener Dom, in der Kölner Philharmonie und im Altenberger Dom.

Ein besonderes Vergnügen war die Einstudierung und Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana, ein Stück, das wohl jeder ambitionierte Chorist einmal singen möchte. Im Kontrast hierzu stand Schostakowitschs Sinfonie Nr. 13 b-Moll, op. 113 “Babi Yar” mit Bariton und tiefen Männerstimmen. Die Konzertzusammenstellung fand in der Kritik nicht ungeteilte Zustimmung, war aber durchaus berechtigt, sind doch beide Werke eng mit Nazi-Deutschland in Verbindung zu bringen, sei es durch die beklemmende Schilderung der Judenpogrome in “Babi Yar” oder durch den Vorwurf an Orff, mit der Carmina Burana “Undeutsches” geschrieben zu haben.
Über Umwege wurde im gleichen Jahr der französische General Kalck auf die De Profundis-Aufführung von 1998 aufmerksam, ein Werk, welches auch in Frankreich in Vergessenheit geraten war. Dies gab den Anlass zu einer Einladung,  am 7. November 1999 in der Pariser Kirche La Madeleine das Konzert zur offiziellen Deutsch-Französischen Gedenkfeier mit eben diesem Werk mitzugestalten.
Wir konzertierten dort gemeinsam mit dem Chor der französischen Armee und der Republikanischen Garde zum Gedenken an die Toten des ersten Weltkriegs. Unnötig zu sagen, dass uns diese Einladung, der wir gerne nachkamen, mit großem Stolz erfüllte. So konnten wir auch gelebte deutsch-französische Freundschaft erfahren, denn die Gastfreundschaft vor Ort war beeindruckend. Dieser zweiten großen Konzertreise nach der Romreise 1986 folgten weitere Reisen nach Paris (2003, 2005) wo wir eine Partnerschaft mit dem Choeur de Chambre de la Cité pflegen.

2002 gastierten wir mit Mahlers 2. Sinfonie in der Kölner Partnerstadt Klausenburg in Rumänien, wo wir wieder von der Staatliche Philharmonie “Transilvania” begleitet wurden, ein schönes Wiedersehen mir Freunden, die wir bereits beim Verdi-Requiem kennen und schätzen gelernt hatten.
2004 folgte der Chor einer Einladung des Dean of Liverpool, um dort zum 100-jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung der anglikanischen Kathedrale Mozarts Requiem aufzuführen. Der derzeitige Lord Mayor Ron Gould ließ es sich nicht nehmen, uns zu einem Empfang ins Rathaus zu bitten, wo wir Grüße des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma überbrachten und natürlich auch eine Kostprobe unserer Sangeskunst zum Besten gaben.


Ein Chorereignis ganz anderer und besonderer Art war das Ersuchen des Produzenten Geert Allaert an den Arbeitskreis Kölner Chöre, für die Opernaufführung Nabucco von Verdi in der KölnArena (Regie: Frank Laecke) einen Opernchor zur Verfügung zu stellen. Bei den Aufführungen am 8., 9. und 10. Dezember 2000 waren Mitglieder unseres Chores dort zahlreich vertreten.
Weitere Höhepunkte dieser Dekade waren drei Aufführungen des Dresdner Requiems von Mauersberger im Kloster Knechtsteden, Altenberger Dom und im Kölner Dom (2005) sowie der Festgottesdienst und das Festkonzert zur Beendigung der (12 Jahre andauernden) Restaurierungsarbeiten am Altenberger Dom, eine Einladung der Domkantorei Altenberg, der wir gerne nachkamen, haben wir doch, dank KMD Andreas Meisner, ebenfalls Leiter der Domkantorei Altenberg, in Altenberg für Proben und Konzerttätigkeit eine zweite Heimat gefunden.


Die große Mitgliederzahl des Oratorienchor Köln sowie die Zusammenarbeit mit “den Altenbergern” und dem Kleinen Chor Köln ermöglicht es immer wieder, auch Werke aufzuführen, die eine überdurchschnittlich große Zahl an Sängerinnen und Sängern erfordern, so z.B. Dvoráks Requiem im Rahmen des Dvorák-Zyklus zum 100. Todestag des Komponisten (2004) im Altenberger Dom. Auch das Requiem von Berlioz im Jubiläumsjahr als Konzert im Rahmen des evangelischen Kirchentags 2007 ist ein solches Werk und vermutlich hat ein Chorsänger, wenn überhaupt, nur ein einziges Mal in seiner Chorzeit die Möglichkeit, dieses ebenso großartige wie selten aufgeführte Requiem zu singen. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, kommt in diesem Jahr auch Mendelssohns Paulus erneut zur Aufführung.
In der Chorversammlung 2000 wurde beschlossen, eingetragener Verein zu werden. Erstmalig wurde in jenem Jahr der Vorstand gewählt. Seit März 2001 ist der Chor im Vereinsregister eingetragen und seit Februar 2002 besteht die Mitgliedschaft im Verband deutscher Konzertchöre.


1995 schlossen sich neun leistungsstarke Kölner Chöre zusammen, um in wirtschaftlich immer schwieriger werdenden Zeiten ein gemeinsames Konzept zu finden und Aufführungen möglich zu machen, die von einem einzelnen Chor nicht mehr zu finanzieren sind. So entstand der Arbeitskreis Kölner Chöre in enger Zusammenarbeit mit der Kölner Philharmonie (KölnMusik), die auch ein eigenes Abonnement auflegte, die Kölner Chorkonzerte, bei dem der Oratorienchor erfolgreich mitarbeitet.
Julia Hancke

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